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Viel Anerkennung zum 100-Jährigen

Der Ortsverband des DRK Weil am Rhein ist 100 Jahre alt. Beim Festakt im Rathaus feierten die Rotkreuzler ihr Jubiläum mit Gästen aus Politik, Polizei, Feuerwehr und Rotkreuzverbänden der Nachbarschaft. Auch eine Abordnung der Samariter aus dem Schweizer Riehen war dabei

1911 gründete das Rote Kreuz eine Sanitätskolonne. Heute verfügt der DRK-Ortsverband über fast 1500 Mitglieder und bietet ein Leistungsspektrum mit Bereitschaftsdienst, Sozialdienst und Jugendrotkreuz. Profis wie Bereitschaftsarzt Roland Kutzner, vor allem aber ehrenamtliche Kräfte, versorgen bei Unfällen Verletzte und leisten technische Hilfe. Sie versehen den Sanitätsdienst bei Veranstaltungen, organisieren Blutspendetermine und kümmern sich um kranke Menschen.

Die Vorsitzende Silvia Gehde dankte allen Aktiven und Unterstützern, darunter auch der Stadt. Sie ehrte langjährige Mitglieder für ihren Einsatz und ihre Treue. Unter den Geehrten war auch Martha Zillhardt, die seit 70 Jahren Mitglied ist und noch heute den Sozialdienst leitet. Silvia Gehde erinnerte an Henry Dunant, den Gründer der Rotkreuzbewegung, der 1859 nach der Schlacht bei Solferino für die Verletzten Hilfe organisierte – unabhängig von ihrer Nationalität. Auch der Weiler Ortsverband habe zwei Weltkriege erlebt. Doch selbst im Wohlstand gebe es Menschen, die benachteiligt sind, die Hilfe brauchen oder sogar Hunger leiden, sagte die Vorsitzende: "Nach wie vor ist das Rote Kreuz gefragt, diesen Leuten ein verlässlicher Partner in der Not zu sein."

 

Es sei jedes Mal bemerkenswert, wenn ein Verein hundert Jahre alt werde, sagte OB Dietz: "Wenn ein Verein zum Inhalt hat, anderen zu helfen, ist es etwas ganz besonderes, weil es selbstlos ist." Er dankte allen Rettungskräften, die vor dem Festakt noch am Kantgymnasium im Einsatz waren, weil dort ätzendes Bromgas ausgetreten war. Der Bundestagsabgeordnete Armin Schuster mahnte, bei Unglücksfällen müsse neben den Leistungen von Polizei und Feuerwehr auch die Leistung des Roten Kreuzes angemessen gewürdigt werden. Justizminister Rainer Stickelberger überbrachte die Grüße der Landesregierung. "Wir könnten von Staatswegen diese Leistungen, die Sie übernehmen, gar nicht erbringen", stellte er klar. Auch der DRK-Kreisvorsitzende Günther Boll und Bernd Schäck, beim Landesverband für die Ehrenamtlichen zuständig, lobten die gute Arbeit des Ortsverbands. Günther Boll wünschte, dass die drei Ortsverbände Weil am Rhein, Haltingen und DRK-Frauenverein Ötlingen sich weiter aufeinander zu bewegen. Bernd Schäck lobte Silvia Gehde, die den Vorsitz kurzerhand übernommen hatte, nachdem sich Klaus Storz zurückgezogen hatte. Das habe "super gut" geklappt. Auch Vertreter des DRK-Ortsvereins Haltingen und der Arbeiterwohlfahrt gratulierten. Heinz Steck von den Samaritern aus Riehen überreichte ein Einsatzfahrzeug aus Pappe und deutete an, dass es als Sammelbehälter für Spenden dienen möge. Der Chor "Voices in Motion" unterhielt die Festgäste mit flotten Klängen. Zum Ausklang gab es ein kaltes Buffet.

9. Oktober 2011 17:11 Uhr. Alter: 223 Tage